//  Programm der Darmstädter Krimitage 2017  //


Montag 27. März 2017: Gefängnisarzt und Rechtsmediziner im Kölner Tatort

DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT !!!!!!!

Als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth beugt er sich im Kölner Tatort mit grünem Kittel mürrisch über Leichen. Nach Drehschluss fährt er zurück in sein richtiges Leben: Seit über 25 Jahren arbeitet Joe Bausch als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten deutschen Justizvollzugsanstalten.

Das Gespräch und die Moderation mit Joe Bausch wird die Gerichtsreporterin des Hessischen Rundfunks Heike Borufka führen. mehr >

Joe Bausch: „Knast“

Es ist noch nicht so lange her, da galt seriöse medizinische Versorgung für Schwerverbrecher im Strafvollzug als Hohn. Warum soll man denn Kindermördern, Vergewaltigern, Totschlägern und besonders Lebenslänglichen ihre Strafe noch durch Schmerzfreiheit und teure Medikamente versüßen? Hermann-Joseph Bausch-Hölterhoff – durch seine Nebentätigkeit als Pathologe Dr. Joseph Roth im Kölner „Tatort“ und als regelmäßiger Talkshowexperte besser bekannt unter seinem Künstlernamen Joe Bausch – hat in seinem Hauptberuf eine wesentliche Verbesserung der medizinischen wie der allgemeinen Haftbedingungen erlebt. Verantwortlich für den Wandel waren laut Joe Bausch vor allem zwei Gruppen: seine Generation der Gefängnisärzte und die RAF. mehr >


Dienstag 28. März 2017: Zehn kleine Jägerlein treffen das Hirschluder

Christian Oehlschläger ist Leiter einer Bezirksförsterei in Niedersachsen. Sein Hirschluder trifft auf Waidmanns Grab von Christof A. Niedermeier. Wild trifft Wild? oder Kripo trifft Privatermittler.

Christian Oehlschläger: „Hirschluder“

Hungrig und voller Gier pickt ein Kolkrabe in den Augenhöhlen eines menschlichen Schädels, den er im winterlichen Klosterforst von Wienhausen gefunden hat. Mit einem Harvester, einer mächtigen Holzerntemaschine, deren eigentliche Aufgabe es ist, Bäume zu fällen, zu entasten und zu zersägen, ist ein finnischer Waldarbeiter enthauptet worden. Nach einem Arbeitsunfall sieht es allerdings nicht aus. Bevor sich der Aasvogel weiter über den Kopf des Getöteten hermachen kann, wird er von einem Schuss aufgeschreckt. Kurze Zeit später wimmelt es im Wald vor Einsatz-fahrzeugen. Auf dem Forstweg drängen sich Polizei-, Kranken- und Feuerwehrwagen. Unter den Beamten der Mordkommission befinden sich auch Robert Mendelski und Maike Schnur von der PI Celle. Der Kolkrabe hat längst das Weite gesucht. mehr >

Christof A. Niedermeier: „Waidmanns Grab:“

Als Koch muss man wissen, woher das Fleisch kommt, das man serviert. Das findet jedenfalls der Jägerstammtisch, der sich wöchentlich in Jo Weidingers Restaurant trifft. Der junge Koch lässt sich überreden, an der nächsten Jagd in den Wäldern des Rheintals rund um die Loreley teilzunehmen. Plötzlich wird einer der Jäger von einer Kugel niedergestreckt; die Polizei geht von einem Querschläger aus. Nur Jo ist sich sicher, dass das tödliche Geschoss aus einer anderen Richtung kam. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Und dann wird auf einem Hochsitz der nächste tote Jäger gefunden … mehr >


Mittwoch 29. März 2017: „Grande Dame“ trifft auf „Junge Wilde“

DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT !!!!!!!

Die „Deutsche Patricia Highsmith“, Ingrid Noll zusammen mit klassisch männlicher hardboiled-Erzähltradition, Simone Buchholz.

Ingrid Noll: „Der Mittagstisch“

Nelly, Mitte dreißig, alleinerziehend, wird von Matthew abserviert. Nun tischt sie für zahlende Mittagsgäste auf, darunter verschiedene Männer: vom ungewöhnlichen Kapitän bis hin zu einem ebenso hübschen wie patenten Elektriker. Leider ist er in Begleitung. Doch die hat eine Erdnussallergie … Es brodelt in der Mordküche: Ingrid Noll serviert zu ihrem Geburtstag eine Kriminalkomödie. mehr >

Simone Buchholz: „Blaue Nacht:“

Weil sie einen Vorgesetzten der Korruption überführt und einem Gangster die Kronjuwelen weggeschossen hat, ist Staatsanwältin Chastity Riley jetzt Opferschutzbeauftragte und damit offiziell kaltgestellt. Privat gibt es auch keinen Trost: Ihr ehemaliger Lieblingskollege setzt vor lauter Midlife-Crisis zum großen Rachefeldzug an, während ihr treuester Verbündeter bei der Kripo knietief im Liebeskummer versinkt. Da ist es fast ein Glück, dass zu jedem Opfer ein Täter gehört. mehr >


Donnerstag 30. März 2017: Deutsche Thriller sind machbar Herr Nachbar.

Unabwendbare Ökokatastrophe durch tschetschenische Terroristen und ein Mordgeständnis eines Obdachlosen der angesehener Physikprofessor war. Nyström und Dr. Eisenberg ermittteln.

Lukas Erler: „Mörderische Fracht“

Alles beginnt mit Elena, der russischen Freundin seiner Fast-Schwägerin Anna. Elena ist eigens nach München gekommen, um von Fragmenten eines Terrorplans zu berichten, die wiederum der Freund eines Vertrauten von einem Bekannten aufgeschnappt hat. Was man leicht als Hirngespinste überspannter Exil-Tschetschenen abtun könnte, gewinnt allerdings bei Nyströms Recherchen schon bald an Kontur, wird konkreter und schließlich sogar Fakt – die Kadetrinne ist blockiert, die Ökokatastrophe unabwendbar … mehr >

Andreas Föhr: „Eisenberg:“

Sechs der Alpenkrimis von Föhr standen schon auf den Bestsellerlisten. Sein neues Buch „Eisenberg“ hat zwar nichts mit dieser erfolgreichen Reihe zu tun, ist aber mindestens genauso gut.
Mit „Eisenberg“ ist die erfolgreiche Strafverteidigerin Rachel Eisenberg gemeint. Sie führt in München eine Kanzlei zusammen mit ihrem Ex-Mann und ist bei der Auswahl ihrer Fälle durchaus auf Renommee und finanziellen Profit bedacht. Sie neigt auch dazu, Menschen knallhart spüren zu lassen, wenn sie meint, diese stünden intellektuell oder optisch unter ihrem Niveau. mehr >


Freitag 31. März 2017: Istanbul, Tor vom Okzident zum Orient und umgekehrt.

Westlich orientierte Modejournalistin in Lebensgefahr und dubiose Machenschaften in einer noch dubioseren Klinik sind die Plots

Esmahan Aykol: „Istanbul Tango“

Sie tanzt Tango, wohnt in einer schicken Wohnung mitten in Istanbul, die Liebhaber kommen und gehen – doch seit kurzem schwebt die Modejournalistin Nil in Lebensgefahr. Um ihr zu helfen, setzt die Buchhändlerin Kati Hirschel ihre Krimi-Kenntnisse ein und beginnt zu recherchieren. Kati Hirschel begleitet ihren liebeskranken Angestellten Fofo zu einer Wahrsagerin – und kriegt gleich selbst eine Weissagung: Eine Leiche tauche bald in ihrer nahen Umgebung auf. Das ist für eine Krimibuchhändlerin und leidenschaftliche Leserin nichts Ungewöhnliches. Doch als sie hört, dass eine Bekannte von ihr in kritischem Zustand auf der Intensivstation liegt, wird Kati klar, dass die Wirklichkeit ihr mehr abverlangt, als mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa zu sitzen: Hier sind ihre detektivischen Fähigkeiten gefragt. Bald findet Kati heraus, dass Nil, bevor sie eingeliefert wurde, an einem Roman arbeitete. Und der ist, obwohl er im fernen Argentinien spielt, gewissen Leuten ein Dorn im Auge. mehr >

Celil Oker: „Lass mich leben, Istanbul:“

Remzi Ünal, Istanbuls einsamer Privatdetektiv, nikotinsüchtig und Kaffeeliebhaber, hat schon bessere Zeiten gesehen. Da taucht im Café Kaktüs Dr. Kemal Arsan, der smarte Internist einer Privatklinik, auf. Er vermisst seit vier Tagen seine Freundin, eine Krankenschwester derselben Klinik. Ünal hört sich zunächst in der Privatklinik um, in der die Beiden arbeiten. Als er diese verlässt wird er von einem Kleinkriminellen mit einem Skalpell bedroht, kann diesen jedoch dank seiner Aikido-Kenntnisse außer Gefecht setzen. Im Krankenhaus erfährt Ünal von Firdevs, Begüns enger Freundin, doch kurz nachdem er diese in ihrer Wohnung zu einem Gespräch aufsucht, erscheinen dort drei Schlägertypen, die ebenfalls auf der Suche nach Begün sind. Erneut muss Ünal seine Kampfkünste einsetzen, eine Gelegenheit die Firdevs nutzt, die Wohnung mit einer ebenfalls anwesenden Freundin fluchtartig zu verlassen. Wenig später entdeckt Ünal in Firdevs Schlafzimmer einen toten Mann, der erschossen auf dem Bett liegt. Nachdem der Tag schon schlecht begann überschlagen sich fortan die Ereignisse und Ünal gerät in ein wahres Wespennest … mehr >


Samstag 1. April 2017: Der 13. Deutsche FernsehKrimi-Preis geht an… „HÖHENSTRAßE“ von David Schalko!

Höhenstrasse1

DEN GEWINNERFILM des Deutschen FernsehKrimi-Festivals Wiesbaden zeigen wir zum Abschluss der Darmstädter Krimitage im Citydome Kino in der Innenstadt.
ORF-Sendung vom 29. Dezember 2017
Redaktion: Dr. Klaus Lintschinger
Produktionsfirma: SUPERFILM Filmproduktions GmbH
Produktion: John Lueftner, David Schalko
Regie und Buch: David Schalko
Kamera: Jutta Pohlmann
Schnitt: Evi Romen
Musik: Kyrre Kvam
Darsteller: Nicholas Ofczarek, Raimund Wallisch, Klaus Rott, Inge Maux u.a.

Das Filmgespräch führen wir mit den Darstellern Raimund Wallisch und Inge Maux, sowie mit Alfred Mayerhofer (Kostüm).

Die „Höhenstraße“. Der Mulholland Drive von Wien. Nächtliche Raserei, Drogen, Sex am Parkplatz, Trunkenheit am Steuer. Hart. Unerbittlich. Und falsch wie ihre Dienstausweise.
David Schalko: Ein Krimi ohne Kommissar
„Höhenstraße‘ ist ein Krimi, in dem es keinen Kommissar gibt, die Leiche erst am Ende kommt und bei dem es sich vielleicht auch um eine Komödie handelt. Und er spielt auf der,Höhenstraße‘. Weil es ja ein Landkrimi ist. In Wien.“
Mehr zum Inhalt
Roli (Nicholas Ofczarek) und Ferdinand (Raimund Wallisch) kassieren jene ab, die sich auf der Höhenstraße, der messerscharfen Trennlinie zwischen Stadt und Land, in Sicherheit wähnen. Da ihre Nachtschichten nur mit Alkohol einigermaßen durchzuhalten sind, leidet zu fortgeschrittener Stunde die Qualität ihrer Amtsanmaßung. So führt das Verhör eines jungen Schwarzafrikaners und seines österreichischen Kompagnons zu einer absolut nicht vorgesehen Verhaftung – mit unerwarteten Folgen.
„Höhenstraße“ ist eine Produktion der Superfilm in Koproduktion mit dem ORF, gefördert vom Fernsehfonds Austria und dem Filmfonds Wien.
Pilotprojekt „Green Producing“
Der Landkrimi „Höhenstraße“ ist das Pilotprojekt „Green Producing“ in Österreich. Ziel ist es, einen Kriterienkatalog für grünes Produzieren in Österreich zu schaffen und daraus ein Bundesumweltzeichen für die heimische Filmbranche zu entwickeln.

Mehr zum Deutschen FernsehKrimi-Festival unter: Deutsches FernsehKrimi-Festival Wiesbaden.

Die Filmvorführung wird ergänzt durch ein sogenanntes Filmgespräch mit Akteuren aus dem Filmteam.

 


17. September 2017