//  Die Autoren 2017  //


Joe Bausch

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Als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth beugt er sich im Kölner Tatort mit grünem Kittel mürrisch über Leichen. Nach Drehschluss fährt er zurück in sein richtiges Leben: Seit über 25 Jahren arbeitet Joe Bausch als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten deutschen Justizvollzugsanstalten.

Joe Bausch (eigentlich Hermann-Joseph Bausch-Hölterhoff) wurde in Ellar, heute Gemeinde Waldbrunn (Westerwald), geboren. Er studierte an der Universität zu Köln und an der Philipps-Universität Marburg Theaterwissenschaft, Politik, Germanistik und Rechtswissenschaften. Es folgte ein Studium der Medizin an der Ruhr-Universität Bochum, das er 1985 mit dem Examen abschloss. Bausch ist seit 1986 verheiratet und hat eine Tochter.

Seit 1987 ist er Anstaltsarzt in der Justizvollzugsanstalt Werl. Er trägt die Amtsbezeichnung Leitender Regierungsmedizinaldirektor

Seine ersten regelmäßigen Fernsehauftritte hatte er ab 1997 in der WDR-Krimiserie Tatort als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth an der Seite von Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär (Ballauf und Schenk).

Mit Behrendt, Bär und anderen Tatort-Kollegen gründete Bausch den Verein Tatort – Straßen der Welt e.V., der sich für philippinische Straßenkinder einsetzt und auf die viel beachtete Tatort-Folge Manila aus dem Jahr 1998 zurückgeht, die das Schicksal philippinischer Straßenkinder und Kindesmisshandlung thematisierte. Am 6. Dezember 2013 überreichte ihm Nordrhein-Westfalens Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Angelica Schwall-Düren (SPD), dafür und für zahlreiche andere ehrenamtliche Engagements das Bundesverdienstkreuz. Schon 2006 wurde er von der „Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation“ für besondere Verdienste um einen menschlichen Strafvollzug mit der Fliedner-Medaille ausgezeichnet.

Joe Bausch liest am Montag 27. März 2017: Zum Event

„Knast“

Es ist noch nicht so lange her, da galt seriöse medizinische Versorgung für Schwerverbrecher im Strafvollzug als Hohn. Warum soll man denn Kindermördern, Vergewaltigern, Totschlägern und besonders Lebenslänglichen ihre Strafe noch durch Schmerzfreiheit und teure Medikamente versüßen? Hermann-Joseph Bausch-Hölterhoff – durch seine Nebentätigkeit als Pathologe Dr. Joseph Roth im Kölner „Tatort“ und als regelmäßiger Talkshowexperte besser bekannt unter seinem Künstlernamen Joe Bausch – hat in seinem Hauptberuf eine wesentliche Verbesserung der medizinischen wie der allgemeinen Haftbedingungen erlebt. Verantwortlich für den Wandel waren laut Joe Bausch vor allem zwei Gruppen: seine Generation der Gefängnisärzte und die RAF.

Jüngere Mediziner – so Bausch in seinem Buch, einem detaillierten Rückblick auf 25 Jahre Alltag hinter Gittern mit dem Titel „Knast“ – hätten die autoritäre Disziplinareinstellung der Nachkriegsärzte völlig neu justiert. Und die Mitglieder der Roten Armee Fraktion mit ihren Hungerstreiks für bessere Haftbedingungen stießen eine überfällige Diskussion an, die im Resultat allen Gefängnisinsassen zugutegekommen sei. Doch das, so Bausch in seinem kritischen Resümee zu den Bemühungen um einen modernen Vollzug, sei noch lange nicht genug.


Christian Oehlschläger

© Ulrich Hilgefort

Christian Oehlschläger, wuchs in einem Pfarrhaus in der Wedemark nördlich von Hannover auf. In Göttingen studierte er Forstwirtschaft (Abschluss Dipl.-Forst-Ingenieur. Seit 1981 arbeitet er als Förster in Niedersachsen, heute als Leiter der Bezirksförsterei Burgwedel des Forstamtes Celle. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zwischen 1970 und 1984 unternimmt er ausgedehnte Reisen nach Asien, Afrika und Nordamerika. Von 1985 bis 1987 ist er im Entwicklugslungsdienst (DED) in der Dominikanischen Republik tätig, ab 1988 arbeitet er für drei Jahre als Forstexperte im Dienste der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Honduras, Mittelamerika. Seit 1993 engagiert er sich nebenberuflich als forstlicher Gutachter und Kurzzeit-Experte für die GTZ und die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) in Mittel- und Südamerika. Seit den 1980ern schreibt er Kurzgeschichten und Fachartikel. 1990 erscheint sein erstes Buch mit unterhaltsamen Geschichten. Acht Jahre später folgt Wildwechsel und weitere Bände mit spannenden Novellen.

Christian Oehlschläger liest am 28. März 2017: Zum Event

„Hirschluder“

Hirschluder, hungrig und voller Gier pickt ein Kolkrabe in den Augenhöhlen eines menschlichen Schädels, den er im winterlichen Klosterforst von Wienhausen gefunden hat. Mit einem Harvester, einer mächtigen Holzerntemaschine, deren eigentliche Aufgabe es ist, Bäume zu fällen, zu entasten und zu zersägen, ist ein finnischer Waldarbeiter enthauptet worden. Nach einem Arbeitsunfall sieht es allerdings nicht aus. Bevor sich der Aasvogel weiter über den Kopf des Getöteten hermachen kann, wird er von einem Schuss aufgeschreckt. Kurze Zeit später wimmelt es im Wald vor Einsatz-fahrzeugen. Auf dem Forstweg drängen sich Polizei-, Kranken- und Feuerwehrwagen. Unter den Beamten der Mordkommission befinden sich auch Robert Mendelski und Maike Schnur von der PI Celle. Der Kolkrabe hat längst das Weite gesucht.


Christof A. Niedermeier

© Dagmar Thiel

Christof A. Niedermeier stammt ursprünglich aus der Oberpfalz. Über ein paar Umwege (Passau, Norwich/England, Stuttgart) hat es ihn nach Frankfurt am Main verschlagen, wo er inzwischen seit knapp 20 Jahren lebt.

Er mag spannende Bücher, leckeres Essen, gute Weine, alles, was mit Italien zu tun hat, Radfahren und natürlich die Schriftstellerei. Da sein Hauptdarsteller seines Krimis ein junger ambitionierter Küchenchef ist, fragt man ihn oft, ob er denn auch ein Gourmetkoch sei. „Gourmet auf jeden Fall, mit dem Koch ist es leider nicht ganz so weit her“, lautet die Antwort darauf. Im richtigen Leben bleibt für ihn in der Küche, wenn mit Freunden oder der Familie gekocht wird, meist die Rolle des Hilfskochs.

Last not least – liebt er das Mittelrheintal und seine Burgen. Deswegen hat er seine Krimis auch hier angesiedelt, denn er kann sich dafür keine schönere Gegend vorstellen.

Christof A. Niedermeier liest am 28. März 2017: Zum Event

„Waidmanns Grab“

Waidmanns Grab, als Koch muss man wissen, woher das Fleisch kommt, das man serviert. Das findet jedenfalls der Jägerstammtisch, der sich wöchentlich in Jo Weidingers Restaurant trifft. Der junge Koch lässt sich überreden, an der nächsten Jagd in den Wäldern des Rheintals rund um die Loreley teilzunehmen. Plötzlich wird einer der Jäger von einer Kugel niedergestreckt; die Polizei geht von einem Querschläger aus. Nur Jo ist sich sicher, dass das tödliche Geschoss aus einer anderen Richtung kam. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Und dann wird auf einem Hochsitz der nächste tote Jäger gefunden …


Ingrid Noll

© Peter Dorn

Ingrid Noll wurde in Shanghai geboren und wuchs zusammen mit drei Geschwistern als Tochter eines deutschen Arztes in Nanking auf. Dort wurden sie und die Geschwister von den Eltern unterrichtet.

1949 verließ die Familie Shanghai; in Bad Godesberg kam sie in eine Mädchenschule und begann 1954 nach dem Abitur ein Studium an der Universität Bonn (Germanistik und Kunstgeschichte), das sie jedoch nach einigen Semestern abbrach. Sie arbeitete in verschiedenen Jobs und heiratete 1959. Jahrelang war sie durch drei Kinder, einen großen Haushalt und Mithilfe in der Praxis ihres Mannes so beschäftigt, daß sie darüber Lesen und Schreiben verlernte. Erst als alle Kinder aus dem Haus zogen, ein eigenes Arbeitszimmer, etwas mehr Zeit und ein Schreibtisch vorhanden waren, begann sie, Kindergeschichten zu schreiben.

Bis heute lebt Ingrid Noll zusammen in der Ehe mit dem Arzt Peter Gullatz. Schließlich wurde ihre eigene Mutter 106 Jahre alt – ohne je ein Altersheim zu betreten.

Ingrid Noll gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Krimiautoren der Gegenwart. Ihre Bücher wurden bislang in weit über 20 Sprachen übersetzt. „Die Häupter meiner Lieben“ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt.

Die Autorin, die man mitunter schon als „deutsche Patricia Highsmith“ bezeichnete, hat sich mit ihren Geschichten auf die bösartigen Hintergründigkeiten der deutschen Provinz und ihrer mörderischen Antriebe spezialisiert.

Ingrid Noll liest am 29. März 2017: Zum Event

„Der Mittagstisch“

Der Mittagstisch, Nelly, Mitte dreißig, alleinerziehend, wird von Matthew abserviert. Nun tischt sie für zahlende Mittagsgäste auf, darunter verschiedene Männer: vom ungewöhnlichen Kapitän bis hin zu einem ebenso hübschen wie patenten Elektriker. Leider ist er in Begleitung. Doch die hat eine Erdnussallergie … Es brodelt in der Mordküche: Ingrid Noll serviert zu ihrem Geburtstag eine Kriminalkomödie.


Simone Buchholz

© Achim Multhaup

Simone Buchholz ist in Hanau geboren und im Spessart aufgewachsen. Sie hat Philosophie und Literatur studiert, aber nicht bis zum Ende. Sie war Kellnerin, Kolumnistin und Redakteurin. Sie erzählt von der Liebe, vom Tod und vom Fußball, Sie mag Neapel, Tahiti, St. Petersburg und im Grunde auch Brooklyn, aber sie wohnt in Hamburg, im Herzen von St. Pauli, vor allem wegen des Wetters. Immer am Neujahrsmorgen sucht sie den Hafen nach Flaschenpost ab. „Falls Sie also irgendwo festsitzen und dringend Rum und Zigaretten brauchen: Versuchen Sie ruhig, mit mir Kontakt aufzunehmen“, meint Simone Buchholz selbst.

Simone Buchholz liest am 29. März 2017: Zum Event

„Blaue Nacht“

Blaue Nacht: Weil sie einen Vorgesetzten der Korruption überführt und einem Gangster die Kronjuwelen weggeschossen hat, ist Staatsanwältin Chastity Riley jetzt Opferschutzbeauftragte und damit offiziell kaltgestellt. Privat gibt es auch keinen Trost: Ihr ehemaliger Lieblingskollege setzt vor lauter Midlife-Crisis zum großen Rachefeldzug an, während ihr treuester Verbündeter bei der Kripo knietief im Liebeskummer versinkt. Da ist es fast ein Glück, dass zu jedem Opfer ein Täter gehört.

Das Opfer ist ein Mann ohne Namen, der übel zugerichtet in ein Krankenhaus im Hamburger Osten eingeliefert wird. Alles sehr professionell gemacht, der klassische Warnschuss. Riley gewinnt nach und nach sein Vertrauen. Bei zwei bis acht Bier auf der Krankenstation nennt er ihr schließlich einen Namen. Nicht seinen, aber es ist eine Spur, und die führt nach Leipzig. Dort findet Riley einen Verbündeten und viel zu viele synthetische Drogen. Als ihr klar wird, wer hinter der Sache steckt, sieht sie ihre Chance, endlich einen der ganz großen Fische dingfest zu machen.


Lukas Erler

© Witali Ruhl

Lukas Erler wurde in Bielefeld geboren und wuchs auch dort auf. Er studierte Soziologie, Philosophie und Sozialgeschichte, absolvierte eine Ausbildung zum Logopäden und arbeitete zunächst als Soziologe in der Stadtentwicklungsplanung. Seit mehr als zwanzig Jahren ist er als Logopäde in der neurologischen Rehabilitation tätig. Lukas Erler ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Söhnen in Nordhessen.

Sowohl sein erster Roman „Ölspur“ (2010) als auch der Nachfolgeband „Mörderische Fracht“ (2011) wurden für den Friedrich Glauser-Preis nominiert. Sein erstes Jugendbuch, „Brennendes Wasser“ war für den Hansjörg Martin-Preis nominiert und wurde 2015 mit dem Jugendjurypreis des Landes Schleswig Holstein („Segeberger Feder“) ausgezeichnet. Mit diesem Buch war er 2016 beim Jugend- und Kinderliteraturfestival „Huch, ein Buch!“ in Darmstadt.

Lukas Erler liest am 30. März 2017: Zum Event

„Mörderische Fracht“

Mörderische Fracht: Alles beginnt mit Elena, der russischen Freundin seiner Fast-Schwägerin Anna. Elena ist eigens nach München gekommen, um von Fragmenten eines Terrorplans zu berichten, die wiederum der Freund eines Vertrauten von einem Bekannten aufgeschnappt hat. Was man leicht als Hirngespinste überspannter Exil-Tschetschenen abtun könnte, gewinnt allerdings bei Nyströms Recherchen schon bald an Kontur, wird konkreter und schließlich sogar Fakt – die Kadetrinne ist blockiert, die Ökokatastrophe unabwendbar …

Die Kadetrinne (sprich: Kadet-Rinne) liegt in der Mecklenburger Bucht und gilt als eines der schwierigsten und gefährlichsten, aber auch eines der am meisten befahrenen Gewässer der Ostsee.
Wenn man „Mörderische Fracht“ von Lukas Erler gelesen hat, weiß man fast alles über die Kadetrinne. Das Szenario dieses Ausnahme-Thrillers, die Geschichte eines Anschlages tschetschenischer Terroristen, die einen russischen Öltanker in der Kadetrinne versenken, ist so packend und gut inszeniert, dass sie einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.


Andreas Föhr

© Christian-Kaufmann

Andreas Föhr wurde in Kreuzthal im Allgäu geboren. Andreas Föhr studierte nach dem Abitur in München Rechtswissenschaften, woran sich das Referendariat in München und in Nairobi anschloss. Er erhielt ein Stipendium am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht. Er schrieb seine Dissertation über den Copyright-Vermerk. Bis 1992 arbeitete er als Rechtsanwalt für die Bayerische Landeszentrale für neue Medien.
Seit 1991 verfasst er erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen, mit Schwerpunkt im Bereich Krimi. Unter anderem schrieb er für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“.

Im Jahr 2009 startete Andreas Föhr mit „Der Prinzessinnenmörder“, für den er mit dem renommierten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde, eine Kriminalromanreihe um Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner. Die teilweise skurrilen Fälle werden von den Mitarbeitern der Kripo Miesbach vor der Kulisse des oberbayerischen Voralpenlands gelöst.

Mit „Schwarze Piste“ stand Föhr monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

Andreas Föhr ist verheiratet und lebt im oberbayerischen Wasserburg am Inn östlich von München.

Andreas Föhr liest am 30. März 2017: Zum Event

„Eisenberg“

Eisenberg: Sechs der Alpenkrimis von Föhr standen schon auf den Bestsellerlisten. Sein neues Buch „Eisenberg“ hat zwar nichts mit dieser erfolgreichen Reihe zu tun, ist aber mindestens genauso gut.
Mit „Eisenberg“ ist die erfolgreiche Strafverteidigerin Rachel Eisenberg gemeint. Sie führt in München eine Kanzlei zusammen mit ihrem Ex-Mann und ist bei der Auswahl ihrer Fälle durchaus auf Renommee und finanziellen Profit bedacht. Sie neigt auch dazu, Menschen knallhart spüren zu lassen, wenn sie meint, diese stünden intellektuell oder optisch unter ihrem Niveau.

Und sie zeigt auch deutlich, dass sie Obdachlose ziemlich eklig findet. Ihr neuer Mandant ist nämlich obdachlos. Als sie ihm das erste Mal persönlich begegnet, gibt es allerdings eine große Überraschung für Rachel. Der Obdachlose Heiko Gerlach soll eine junge Frau auf bestialische Weise umgebracht haben. Er leugnet die Tat. Und auch Rachel Eisenberg kann kaum glauben, dass dieser Mann ein Mörder sein soll. Sie kannte ihn als Physikprofessor Heiko Opitz und war vor vielen Jahren mal mit ihm liiert. Doch kaum steht die Verteidigungsstrategie, legt Gerlach überraschend ein Geständnis ab. Und das obwohl er inzwischen als Täter eigentlich gar nicht mehr in Frage kommen kann. Es gibt einiges zu recherchieren für Rachel und damit bringt sie sich in höchst gefährliche Situationen.


Esmahan Aykol

© Hueseyin Oezdemir

Esmahan Aykol, geboren 1970 in Edirne in der Türkei, arbeitete während des Jurastudiums als Journalistin für verschiedene türkische Zeitungen und Radiosender. Darauf folgte ein Intermezzo als Barkeeperin. Heute konzentriert sie sich aufs Schreiben. Esmahan Aykol, Schöpferin der sympathischen Kati-Hirschel-Romane, lebt in Berlin und Istanbul.

Auszeichnungen:

  • „Wiesbadener Krimistipendium“, vier Wochen im März, Autorin schreibt in dieser Zeit an einem von ihrem Wiesbaden-Aufenthalt inspirierten Kurzkrimi und wird in der Jury des Fernsehkrimifestivals mitwirken, 2017
  • „Stipendium der Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte“‹ der Schweizerischen Gesellschaft für die Europäische Menschenrechtskonvention im August und September 2017 in Meran, 2017

Andreas Föhr liest am 31. März 2017: Zum Event

„Istanbul Tango“

Istanbul Tango: Sie tanzt Tango, wohnt in einer schicken Wohnung mitten in Istanbul, die Liebhaber kommen und gehen – doch seit kurzem schwebt die Modejournalistin Nil in Lebensgefahr. Um ihr zu helfen, setzt die Buchhändlerin Kati Hirschel ihre Krimi-Kenntnisse ein und beginnt zu recherchieren.

Kati Hirschel begleitet ihren liebeskranken Angestellten Fofo zu einer Wahrsagerin – und kriegt gleich selbst eine Weissagung: Eine Leiche tauche bald in ihrer nahen Umgebung auf. Das ist für eine Krimibuchhändlerin und leidenschaftliche Leserin nichts Ungewöhnliches. Doch als sie hört, dass eine Bekannte von ihr in kritischem Zustand auf der Intensivstation liegt, wird Kati klar, dass die Wirklichkeit ihr mehr abverlangt, als mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa zu sitzen: Hier sind ihre detektivischen Fähigkeiten gefragt. Bald findet Kati heraus, dass Nil, bevor sie eingeliefert wurde, an einem Roman arbeitete. Und der ist, obwohl er im fernen Argentinien spielt, gewissen Leuten ein Dorn im Auge.


Celil Oker

© Emre Altin

Celil Oker wurde in Kayseri geboren und studierte Anglistik in Istanbul. Danach arbeitete er als Journalist, Übersetzer und Leiter einer Werbeagentur. Als er in der Zeitung die Ausschreibung las für den ersten türkischen Wettbewerb für Kriminalliteratur, beschloss er, seinen Lebenstraum zu verwirklichen, und schrieb „Schnee am Bosporus“. Er gewann den ersten Preis und hat inzwischen bereits fünf Bände der Remzi-Ünal-Serie veröffentlicht.

Istanbul ist das eigentliche Thema von Celil Okers Geschichten; die Stadt, so sagt der Erzähler, sei sein heimlicher Coautor. Dabei geht es Oker nicht um ein Loblied auf die Metropole, sondern um ein Lied über die Stadt, die er liebt, mit allen dunklen Ecken, Wucherungen und Bruchstellen. Das Ergebnis der Kriminalliteratur von Celil Oker ist vielleicht nicht immer realistisch, wahrhaftig aber allemal.

„Ich teile übrigens die Meinung vieler Autoren und Fachleute, dass keine andere Literaturgattung in der Lage ist, die Welt von heute in ihren vielen verschiedenen Realitäten so gut und packend zu schildern wie der Kriminalroman“, meint Oker.

Celil Oker liest am 31. März 2017: Zum Event

„Lass mich leben, Istanbul“

Lass mich leben, Istanbul: Remzi Ünal, Istanbuls einsamer Privatdetektiv, nikotinsüchtig und Kaffeeliebhaber, hat schon bessere Zeiten gesehen. Da taucht im Café Kaktüs Dr. Kemal Arsan, der smarte Internist einer Privatklinik, auf. Er vermisst seit vier Tagen seine Freundin, eine Krankenschwester derselben Klinik. Ünal hört sich zunächst in der Privatklinik um, in der die Beiden arbeiten. Als er diese verlässt wird er von einem Kleinkriminellen mit einem Skalpell bedroht, kann diesen jedoch dank seiner Aikido-Kenntnisse außer Gefecht setzen. Im Krankenhaus erfährt Ünal von Firdevs, Begüns enger Freundin, doch kurz nachdem er diese in ihrer Wohnung zu einem Gespräch aufsucht, erscheinen dort drei Schlägertypen, die ebenfalls auf der Suche nach Begün sind. Erneut muss Ünal seine Kampfkünste einsetzen, eine Gelegenheit die Firdevs nutzt, die Wohnung mit einer ebenfalls anwesenden Freundin fluchtartig zu verlassen. Wenig später entdeckt Ünal in Firdevs Schlafzimmer einen toten Mann, der erschossen auf dem Bett liegt. Nachdem der Tag schon schlecht begann überschlagen sich fortan die Ereignisse und Ünal gerät in ein wahres Wespennest …

Die Ermittlung läuft aus dem Ruder. Schöne, kluge Krankenschwestern, lügende Ärzte und eine verwirrte alte Frau halten Remzi im verkehrsverstopften Istanbul auf Trab. Wer gehört hier zu wem, und wer hat was zu verbergen? Remzi Ünal hat als Erster eine Ahnung.


27. März 2017 bis 1. April 2017