//  Die Autoren 2016  //


Gisa Kloenne

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© Gisa Kloenne

Gisa Klönne, geboren 1964, lebt als Schriftstellerin in Köln. Zuvor studierte sie unter anderem Politikwissenschaften in Darmstadt und Guildford (GB), sowie Anglistik, Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln. Es folgten ein Volontariat bei einer Zeitschrift, sowie einige Jahre als Redakteurin und Chefredakteurin eines Umweltmagazins. Als freie Journalistin schrieb Gisa Klönne für so verschiedene Medien wie Emma, Freundin, Frankfurter Rundschau und Die Welt. Nebenbei unterrichtete sie an verschiedenen Institutionen und Universitäten journalistisches Schreiben.

2005 erschien ihr erster Kriminalroman DER WALD IST SCHWEIGEN, der sofort ein großer Erfolg wurde. Vier weitere Fälle mit dem Ermittlerteam Judith Krieger und Manni Korzilius folgten
Im Jahr 2013 erschien Gisa Klönnes autobiografisch inspirierter Familienroman DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST, der sowohl als Hardcover, als auch ein Jahr später als Taschenbuch mehrere Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Im September 2014 folgte ihr Roman DIE WAHRSCHEINLICHKEIT DES GLÜCKS, der sich um die (Un)möglichkeit der Liebe dreht.
Für ihre Literatur wurde Gisa Klönne mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2009 mit dem Friedrich-Glauser-Preis die höchstdotierte Auszeichnung für deutschsprachige Kriminalliteratur. Die Kriminalpolizei Bonn ernannte Gisa Klönne zur Ehrenkommissarin.

Im Jahr 2015 hat Gisa Klönne den Juryvorsitz für den CRIME COLOGNE AWARD übernommen, der im Herbst 2015 erstmals verliehen wird. Sie war zwei Jahre lang Pressesprecherin des Krimi-Autorinnen-Netzwerks MÖRDERISCHE SCHWESTERN / Sisters in Crime. Von 2006 bis 2008 vertrat sie gemeinsam mit Jürgen Kehrer und Angela Esser als Sprecherin des Autorenverbands DAS SYNDIKAT die Interessen von rund 700 deutschsprachigen Krimiautoren und –autorinnen. Heute engagiert sie sich als Mentorin für jüngere Kolleginnen und leitet hin und wieder Schreibseminare für angehende Autoren. Außerdem ist sie eine der beiden Sängerinnen der Band HANDS UP! & THE SHOOTING STARS – der wohl einzigen Rockband der Welt, die ausschließlich aus KrimiautorInnen besteht.

Besondere Auszeichnungen:

2009
Gisa Klönne erhält den Friedrich-Glauser-Krimipreis in der Sparte „bester Kriminalroman“.

2008
SPAGHETTI NACH HURENART ist in der Sparte „beste Kriminalkurzgeschichte“ für einen Friedrich-Glauser-Krimipreis nominiert.

2006
DER WALD IST SCHWEIGEN ist in der Sparte „bestes Debut“ für einen Friedrich-Glauser-Krimipreis nominiert.

Gisa Klönne liest am 30. Oktober 2016: Zum Event

„Die Toten die dich suchen“

»Keine Toten mehr!« Als Chefin der Vermisstenfahndung, nicht mehr als Mordermittlerin.
Keine Toten mehr. Mit dieser Hoffnung übernimmt die einstige Mordermittlerin Judith Krieger die Leitung der Kölner Vermisstenfahndung. Doch gleich ihr erster Tag führt sie in einen fensterlosen Keller. Hier ist ein kolumbianischer Geschäftsmann gefangen gehalten worden und qualvoll verdurstet. Geht es um Gold, Drogen oder etwas ganz anderes? Und warum wirkt es so, als ob im Polizeipräsidium zuvor niemand ernsthaft nach dem Verschwundenen gesucht hat? Die Spuren weisen in die Heimat des Opfers und konfrontieren Judith mit einer Wahrheit, die sie lange nicht sehen wollte. Schritt für Schritt enthüllt sie eine dramatische Geschichte von Flucht, Vertreibung, Gewalt und betrogener Sehnsucht. Und trifft auf einen Gegner, der dort wartet, wo der Schmerz ist.


Paul Finch

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© Paul Finch

Paul Finch, geboren 1964, war Polizist und Journalist, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Mädchenjäger ist sein erster Thriller um den Ermittler Mark »Heck« Heckenburg und hat sich in England zum Überraschungsbestseller entwickelt.
Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

Paul Finch liest am 30. Oktober 2016: Zum Event

„Totenspieler“

Kapitel 2
„Heck stürmte aus dem türkischen Imbiss, in der einen Hand einen halb aufgegessenen Döner, in der anderen einen Pappbecher mit Coca-Cola. Ein Hupkonzert ertönte, als Dave Jowitt seinen unverwechselbaren weinroten Astra von der äußeren Spur herumriss, mitten im dichten Abendverkehr eine Hundertachtzig-Grad-Wende hinlegte und am Bürgersteig zum Stehen kam. Heck stopfte sich noch eine Handvoll Lammfleisch und Brot in den Mund, kippte einen letzten Schluck Cola hinterher und warf die Reste in den nächsten Abfalleimer, bevor er schnell in den Astra einstieg und sich auf dem Beifahrersitz niederließ.
»Stellt Grinton ein Verhaftungsteam zusammen?«, fragte er.
»Genau in diesem Moment«, entgegnete Jowitt, stieß Heck einen Stapel Papiere hin und gab Gas. Trotz des eingeschalteten Blaulichts auf dem Dach des Astras ertönten weitere Hupen. »Wir stoßen auf der zentralen Polizeiwache von St. Ann’s zu ihnen.«
Heck nickte und blätterte durch die offiziellen Unterlagen der Nottinghamshire Police. Die SMS, die er soeben von Jowitt erhalten hatte, war kurz und knapp, aber es war seit ziemlich langer Zeit die wichtigste Nachricht gewesen, die ihm jemand gesendet hatte.
Hucknall-Mord passt zum Muster des Ladykillers
Hauptverdächtiger – Jimmy Hood
Aufenthaltsort BEKANNT“


Ulrich Wickert

Wickert © Ulrich Wickert
© Ulrich Wickert

Ulrich Wickert wurde 1942 in Tokio geboren, wo sein Vater Erwin Wickert Rundfunkattaché der Deutschen Botschaft war. Seine Kindheit verbrachte Wickert von 1947 bis 1956 in Heidelberg. Bis 1959 war er in Paris, wo die Familie aufgrund der beruflichen Verpflichtungen des Vaters bei der deutschen NATO-Vertretung lebte. Mit nur 14 Jahren hatte Wickert 1956 in der Rhein-Neckar-Zeitung seinen ersten journalistischen Auftritt mit einem Bericht über den Eiffelturm. 1961 machte er sein Abitur an der Urspringschule bei Schelklingen.
1961 begann er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Politikwissenschaft und Jura zu studieren, ging als Stipendiat 1962 im Fulbright-Programm an die Wesleyan University in Middletown (Connecticut), USA. Sein erstes juristisches Staatsexamen legte er 1968 ab und begann als freier Hörfunkautor bei der ARD.
Durch Zufall und einen glücklichen Umstand wurde er bald Mitarbeiter und Redakteur des politischen Fernsehmagazins „Monitor“ (von 1969 bis 1977). Aber weil er Französisch sprach, wurde er zu Wahlen immer wieder als Verstärkung an das ARD-Studio nach Paris entsandt.
Weil eine Personallücke entstanden war, wurde er ARD-Korrespondent in Washington (1977). In dieser Zeit drehte er in Kalifornien und Connecticut die Dokumentation über Herbert Marcuse „Der Traum von einer besseren Welt“.
Als ARD-Korrespondent Paris nahm er sich vor, nicht zu erklären, dass die Franzosen anders sind, sondern weshalb sie so sind, wie sie anders sind. Dies versuchte er zum Beispiel in Dokumentationen über die Bourgeoisie oder die Arbeiterklasse umzusetzen (von 1978 bis 1981).
Es gehörte zu seinen Lebensträumen, einige Zeit in New York zu leben (von 1981 bis 1984), wo er als Student in dem Hotel Delmonicos am Empfang gearbeitet hatte. Und der Traum wurde wahr, als er zum Leiter des ARD-Studios in New York ernannt wurde. Dort lernte er durch seine Arbeit faszinierende Menschen kennen, wie Tennesee Williams, Arthur Miller, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, Fritz Stern,…
Es war eine schwere Entscheidung länger in New York zu bleiben oder aber die Leitung des ARD-Studios in Paris zu übernehmen. Schließlich siegte die Vernunft über die Lust. Denn die Arbeit in Paris war politischer und wichtiger für das deutsche Publikum (von 1984 bis 1991). Hier saß er an einem Frühlingsmorgen mit einem Kollegen vor einem Bistrotisch, und beide meinten lächelnd: „Die bezahlen uns auch noch dafür, dass wir in Paris arbeiten.“ So entstand sein erstes Buch über Frankreich: „Frankreich, die wunderbare Illusion“ das 1989 erschien.
Es ist gut, wenn man keine Ziele hat. Der WDR-Intendant Friedrich Nowottny schlug der ARD vor, mich zum Nachfolger von Hanns-Joachim Friedrichs als Erster Moderator bei den Tagesthemen in Hamburg zu ernennen. Solch ein ehrenvolles Angebot schlägt niemand aus. Und es waren weitere spannende Jahre journalistischer Arbeit (von 1991 bis 2006).

Ulrich Wickert liest am 07. März 2016: Zum Event

Das Schloss in der Normandie

Korruption bis in höchste politische Kreise gibt es nicht nur in Afrika, das weiß der Richter aus Paris sehr gut. Doch im Fall des Staatspräsidenten aus Äquatorialguinea geht es offenbar nicht nur um Schmiergelder, französische Luxusimmobilien und teure Autos, sondern auch um Prostitution und Mädchenhandel. Jacques Ricous Klage gegen den Machthaber hat jedoch ungeahnte Folgen: Der französische Präsident entlässt einen Minister, seine Chefin entzieht ihm ihr Vertrauen, und seine Gegenspieler wollen ihn ein für alle Mal ausschalten. Sie planen eine Intrige, die, sollte sie gelingen, den Richter in seinem Amt für immer kaltstellen würde. Der Schlüssel der Affäre liegt in einem Schloss in der Normandie. Aber das findet erst Jacques Freundin, die kritische Journalistin Margaux heraus. Journalistische Neugier, Beharrlichkeit und der Mut, sich auf neuem und unbekanntem Terrain zu bewegen sind wichtige Charakterzüge des erfolgreichen Fernsehjournalisten Ulrich Wickert. In diesem Buch erzählt der Ruheständler von seinen Treffen und Gesprächen mit ausgewählten Personen. Oft bildet der Einzelne dabei nur den Ausgangspunkt für komplex miteinander verwobene Geschichten. Was auf den ersten Blick abschweifend oder anekdotenhaft erscheinen mag, macht dabei den Reiz der Darstellung aus: Hier lässt ein Autor, der beruflich über viele Jahre mitten im Zeitgeschehen stand, seine Leserschaft an seinem überaus reichen Erfahrungsschatz teilhaben. – Interessante und kurzweilige Lektüre, die dank der Bekanntheit Wickerts überall auf Resonanz stoßen wird.


Dr. Maria Fleischhack

Maria Fleischhack © Maria Fleischhack
© Maria Fleischhack

Dr. Maria Fleischhack lehrt am Institut für Anglistik der Universität Leipzig. Sherlock Holmes ist ihre Passion. Sie ist Mitglied des internationalen Podcasts „The Baker Street Babes“. Regelmäßige Beiträge in den Mitgliedermagazinen der deutschen und der amerikanischen Sherlock-Holmes-Gesellschaft, den „Baker Street Irregulars“. Ihre Ausbildung umfasste folgende Stationen:

  • Oktober 2003 – März 2008 Studium der Anglistik und der Ägyptologie an der Universität Leipzig.
  • April 2005 – März 2008 Studentische Hilfskraft für Prof. Elmar Schenkel
  • April 2008 – März 2009 Wissenschaftliche Hilfskraft für Prof. Elmar Schenkel
  • 2008-2014 Dissertation zum Thema Narrating Ancient Egypt – The Representation of Ancient Egypt in Victorian and Edwardian Fantastic Fiction
  • 2009-2012 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Seit 2013 Lehrkraft für besondere Aufgaben im Bereich englische Literaturwissenschaft (50%)
  • 5. Juli 2014 Abschluss des Promotionsverfahrens.

Dr. Maria Fleischhack liest am 08. März 2016: Zum Event

Die Welt des Sherlock Holmes

Die Welt des Sherlock Holmes ist ein informatives Nachschlagewerk über den Meisterdetektiv persönlich. In diesem Buch erfährt man alles, was das Herz von Sherlock Holmes Fans begehrt: So lernt man den Autor Arthur Conan Doyle und sein Spiel mit den Lesern näher kennen, erfährt die historischen Hintergründe der wichtigsten Figuren der Geschichten und bekommt einen Überblick über die Fälle von Sherlock Holmes. Von besonderem Interesse ist auch das letzte Kapitel, das die „Eroberung der Welt“ durch Sherlock Holmes behandelt. Dort wird ausführlich über den Meisterdetektiv in zahlreichen Pastiches, Satiren, Parodien und jenseits der Bücher, also auf der Bühne, im Radio und in Kino & Fernsehen erzählt wird. Maria Fleischhack veranschaulicht ihre Erklärungen stets mit den entsprechenden Textstellen aus den Originalwerken, sodass man diese besser verstehen kann. Auch der Überblick über die 60 Fälle von Sherlock Holmes ist sehr gelungen und man ist während des Lesens ständig verleitet, die Originalgeschichten zu lesen. Abgerundet wird dieses Buch schließlich durch einen tabellarischen Überblick aller Geschichten über Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle, sodass man die genaue Reihenfolge der Erzählungen vor Augen hat.

Cover Die Welt des Sherlock Holmes


Silvia Kominek

Silvia Kominek © Silvia Kominek
© Silvia Kominek

Silvia Kominek wurde 1971 in Frankfurt geboren. Nach der Schulzeit absolvierte Sie eine Fotografenausbildung. 1994 begann sie ihre Ausbildung bei der Polizei. Dort war sie bis 2010 Steifenpolizistin. 2010 wechselte sie zur Kriminalpolizei, wo sie bis heute bei der Kripo Darmstadt – Südhessen, speziell im Erkennungsdienst/ der Spurensicherung tätig ist.
Eine erkennungsdienstliche Behandlung wird in der Regel nach einer Festnahme wegen einer Straftat an einer Person vorgenommen, aber auch vorbeugend eingesetzt. Erhoben werden in der Regel folgende Daten der betroffenen Person:

  • Vorname, Familienname, Wohnort, andere Daten aus Ausweisen und Reisepässen
  • Alter beziehungsweise Geburtsdatum
  • Lichtbilder (Fotos)
  • Körperhöhe, Körpergewicht
  • besondere körperliche Merkmale (wie Narben, Tätowierungen)
  • Tonaufnahmen des gesprochenen Wortes
  • Fingerabdrücke aller zehn Finger sowie Abdrücke beider Handflächen
  • DNA-Abstrich (Mundhöhlenabstrich)

Silvia Kominek liest am 08. März 2016: Zum Event

Die Spurensicherung

Die Spurensicherung beinhaltet die Spurensuche, die Spurenerfassung (Ausnummerierung, Fertigung von Abbildern, z. B. fotografisch, dreidimensional und der Spurenauswertung, z.B. Spurenlage, Spurenbild, Spurenvergleich). Die Spurensicherung beginnt mit der so genannten Tatortarbeit. Der Spurensicherung kommt die elementare Aufgabe der Beweissicherung zu; das heißt, dass vor Gericht relevante Indizien und Beweise strenger Kontrolle unterliegen und dementsprechend fachmännisch behandelt werden müssen. Es gibt verschiedene Techniken innerhalb der Spurensicherung, beispielsweise die Daktyloskopie (Aufnahme und Auswertung von Fingerabdrücken), die Abnahme von Körperzellen (und dem nachfolgenden „genetischen Fingerabdruck“) und Nachweis von Blut (beispielsweise mit Luminol). Besonders bei Tatortsituationen muss darauf geachtet werden, dass keine neuen Spuren gesetzt werden.


Ivonne Keller

Ivonne Keller © Uwe Noelke
© Uwe Noelke

Ivonne Keller erblickte 1970 in dem kleinen hessischen Dorf namens Oberissigheim das Licht der Welt. Sie liebt seit ihrer Kindheit das Spiel mit der Sprache. Erster Kontakt zum Hochdeutschen gab es in der Grundschule und seither ist da ein Faible für Sprachen entstanden. Vermutlich ist es dieser Liebe zur Sprache geschuldet, dass später Deutsch- und Englisch-Leistungskurse in der Schule belegt wurden und nach einer Banklehre ein Studium in Spanien / Granada folgte. Von 1999 – 2015 beschäftigt als Personalerin bei einer Frankfurter Unternehmensberatung und als freiberufliche Schriftstellerin. Nebenher werden andere Autoren beim Lektorat unterstützt, weil das Beste aus Geschichten herausgeholt werden soll und zudem Verfasserin ansprechender Texte für Homepages von Menschen, die ihrer Seite eine persönliche Note geben möchten … und vieles mehr. Lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in der Nähe von Frankfurt.

Ivonne Keller liest am 09. März 2016: Zum Event

Lügentanz

Sonntag, Michaela Michaelsens Geburtstag. Auf die Frage: „Liebst du mich noch?“ die Michaela ihrem Mann David stellt, rechnet sie nicht mit einem „Nein“. Ihr Mann David eröffnet ihr aber, dass er sie nicht mehr liebt und verlassen will. Als Michaelas Freundinnen ihn dafür angreifen, weiß er von diesem Gespräch nichts und will seine Frau auch nicht verlassen. Liegt es am Schock über seine Antwort, dass ihr die Erinnerung an ein wichtiges Telefonat fehlt, bei dem es um ihre eigene Tochter ging? Die Klassenlehrerin der Tochter Klara hat mogens angerufen, um Bescheid zu geben, dass Klara einen Unfall hatte – aber Michaela kann sich an kein Gespräch an diesem Morgen erinnern. Was ist hier los? Michaela hatte vor zwölf Jahren schon „Aussetzer“ und möchte diese Erfahrung nicht wieder machen. Es wurde eine postnatale Depression festgestellt und Michaela wurde in der Klinik behandelt. Spielt ihr Mann ein falsches Spiel? Will er sie loswerden? In den Wahnsinn treiben? Hat dieser Wahnsinn gar Methode?

Keller Cover Luegentanz


Daniel Holbe

Daniel Holbe © Fotodesign Misof
© Fotodesign Misof

Jahrgang 1976, lebt mit vier Generationen Familie, einer Handvoll Katzen und zwei Minischweinen auf einem Bauernhof in der Wetterau. Dieses Landidyll tauscht er in seinen Büchern gegen den Frankfurter Großstadtdschungel ein, der nur wenige Kilometer von seiner Haustür entfernt beginnt. Das kreative Schreiben an sich begann bereits nach der Grundschule verlor sich dann aber wieder. Er arbeitete Kälte- und Klimafachmann, jobbte in einer Videothek, später dann studierte er Sozialpädagogik und Sozialarbeit, parallel dazu arbeitete er viele Jahre in diesem Bereich. Immer am Puls der Menschen, immer dort, wo Abgründe und Schicksale aufeinandertreffen. Der Wunsch, einmal ein eigenes Buch zu schreiben, blieb bestehen und erfüllte sich schließlich im neuen Jahrtausend. Inspiriert von Dan Brown, veröffentlichte er mit „Die Petrusmünze“ sein Debüt und zwei Jahre später, angeregt u.a. von Andreas Franz, wagt er es etwas in Richtung Krimi zu schreiben, der in Hessen spielt. Dass Droemer Knaur ihm zutraute, das literarische Erbe von Andreas Franz zu übernehmen, erwies sich als wegweisende Fügung. Ein halbes Jahr später erschien „Todesmelodie“.

Daniel Holbe liest am 09. März 2016: Zum Event

Schwarzer Mann

Das Ermittlerteam Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach wird auf eine harte Probe gestellt. Für Sabine Kaufmann und ihren Kollegen Ralph Angersbach sieht es schlecht aus, denn für das “Projekt K10” in Bad Vilbel steht nicht fest, ob es über das erste Jahr hinaus verlängert wird. Sabine Kaufmann hat zudem privat eine Menge Probleme. Mit ihrem Partner läuft es nicht so gut und ihre Mutter leidet unter einer Psychose. Ein Toter gibt den Beamten in Friedberg und Gießen Rätsel auf, sodass diese um Amtshilfe bitten. Der Tote wurde kopfunter an einem Baum aufgehängt und grausam erstickt. Außerdem steckt ein Projektil in seinem Bauch. Erst sieht der Fall nach einer ganz normalen Mordermittlung aus, doch dann entpuppt er sich als umfangreicher als gedacht. Der Mörder hat es scheinbar auf Angersbachs Familie abgesehen. Personen, von denen er bis zu diesem Tag nichts wusste und deren kriminelle Vergangenheit ihm arg zu schaffen macht. Sabine Kaufmann hat alle Hände voll zu tun, um ihren Kollegen zu unterstützen. Doch dieser steht bald seinem Feind persönlich gegenüber.

Daniel Holbe Cover Schwarzer Mann


Judith Merchant

Judith Merchant © Atelier-Herff-Bonn
© Atelier-Herff-Bonn

Judith Merchant wurde im Jahr 1976 geboren, studierte Literaturwissenschaft in Münster und Bonn und unterrichtet heute an der Bonner Universität Creative Writing. Für ihre Kurzgeschichten „Monopoly“, ebenfalls für den Kärntner Krimipreis nominiert, gewann sie 2009 den Friedrich-Glauser-Preis, ebenso wie im Jahr 2011 für „Annette schreibt eine Ballade“. Mit „Nibelungenmord“ und „Loreley singt nicht mehr“ startete sie sehr erfolgreich ihre Krimireihe um Jan Seidel, die nun mit „Rapunzelgrab“ fortgesetzt wird. Mit „Die Lügen jener Nacht“ legt Judith Merchant auch einen ersten psychologischen Spannungsroman vor.

Judith Merchant liest am Donnerstag 10. März 2016: Zum Event

Rapunzelgrab

Ein Märchenmord! Das ist Kriminalhauptkommissar Jan Seidels erster Gedanke, als er zum Tatort nach Rheinbach gerufen wird. Am Fuße des verwunschenen Hexenturms liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen. Seltsam, dass die Tote keine eigenen Haare auf dem Kopf hat – und stattdessen eine billige Karnevalsperücke trägt. Noch seltsamer, dass man bei der Obduktion in ihrem Magen ein Bündel menschlicher Haare findet. Einfache Erklärung: Die Tote litt an dem sogenannten Rapunzelsyndrom – bei dem Menschen sich zwanghaft eigenes Haar ausreißen und verschlucken. Die Ermittlungen führen zu einem Zirkel von Schriftstellern, die einiges zu verbergen haben. Und zu einem Roman, der besser nie geschrieben worden wäre. Es ist der dritte Fall in Judith Merchants Rheinkrimi-Serie. Die Ermittlungen der Polizei führen schnell zu einem Autorenzirkel, dem die Tote angehörte und den Besuchern einer Autorenlesung, die im Hexenturm stattgefunden hat. Kannte die Tote den Starautor der dort mit seinem Roman „Rapunzeltod“ auftrat? Was haben die etwas schrägen Mitglieder des Rheinischen Autorenkreises mit dem Mord an ihrem jungen Mitglied zu tun?
Judith Merchant portraitiert die Branche der Büchermacher und Leser mit liebevollem Sarkasmus und zeichnet ihre Protagonisten als schräge, aber liebenswerte Zeitgenossen. Wenn es da nicht einen Mörder unter ihnen gäbe.

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Markus Stromiedel

Markus Stromiedel © Volker Lannert
© Volker Lannert

geboren 1964, hat schon als Kind davon geträumt, irgendwann einmal eine Tür zu öffnen, hindurchzugehen und sich plötzlich in einer neuen fremden Welt wiederzufinden. Aber er musste erst die Schulzeit, seine Ausbildung zum Journalisten und sein Studium (Kunst und Musik) abwarten, bis ihm das gelang: Sein erstes Drehbuch entwarf er mit fast 30 Jahren, es war ein Schritt in eine neue Welt – er hatte seinen Traumberuf gefunden. Seither schreibt Markus Stromiedel vor allem Krimis für das Fernsehen („Tatort“, „Ein starkes Team“, „Stubbe“, „Großstadtrevier“ uvm.). Stromiedel ist „Vater“ einiger sehr erfolgreicher Kinder, aus seiner Feder stammt z.B. die Figur des Kieler Tatort-Kommissar Klaus Borowski, gespielt von Axel Milberg. Seit einigen Jahren schreibt Markus Stromiedel auch als Buchautor erfolgreiche Thriller für Erwachsene. So entwarf er für seine von der Kritik hochgelobte Thriller-Trilogie die Figur des Berliner Hauptkommissars Paul Selig. Nach „Der Torwächter“, seinem ersten Buch für jüngere Leser – wieder ein Schritt in eine neue spannende Welt – liegt seit Dezember 2016 der Zukunftsthriller „Zone 5“ vor. Wenn Markus Stromiedel nicht in fremden Welten unterwegs ist, lebt er mit seiner Familie in Bonn.

Markus Stromiedel liest am 10. März 2016: Zum Event

Zone 5

In etwa 45 Jahren wird Europa von einem autoritär regierenden Präsidenten beherrscht. Im Hintergrund agieren fünf multinationale Konzerne, die eigentlichen Strippenzieher. Europäische Städte sind in Zonen aufgeteilt. Während man in Zone 1 und 2 höchst angenehm lebt, wird Zone 4 von Slums beherrscht, wo die Bewohner nur mit dem allernötigsten versorgt werden.
David kommt für sein Anerkennungsjahr als Anwalt nach Köln. Er möchte etwas bewegen und hat sich deshalb für die wenig glanzvolle Stadt entschieden, während seine Freunde nach Paris, Singapur und São Paulo gehen. Alex hingegen lebt schon immer in der Zone 4 in Köln. Um den Menschen zu retten, den sie liebt, dringt sie verbotenerweise in die Zone 1 ein. Ein Vergehen, auf das die Todesstrafe steht. Dabei kreuzen sich die Wege der beiden. Diese Bewegung bringt bald etwas Großes ins Rollen… Aus seinen Ideen hat Stromiedel ein Szenario konstruiert, das erschreckend, aber durchaus plausibel wirkt. Mit David und Alex hat er zwei Protagonisten erschaffen, die von Beginn an die Intention haben, die herrschende Ungerechtigkeit nicht hinzunehmen, sondern aktiv zu werden. Schnell werden einem die beiden sympathisch, gerade weil sie keine schillernden Helden sind, sondern ihren Instinkten folgen und menschliche Entscheidungen treffen, die sich auch mal als falsch erweisen können. Um das große Ganze besser zu verstehen gibt es außerdem immer wieder Kapitel, die Einblicke geben zum Beispiel in das Leben des europäischen Präsidenten, des Chefs eines der großen Industriekonzerne oder der Anwaltsgehilfin Verena. Dadurch versteht man noch besser, welche Konsequenzen die Entscheidungen der Handelnden haben. „Zone 5“ bietet ein düsteres Zukunftsszenario.

Markus Stromiedel Cover Zone 5


Michael Kibler

Kibler © Ralf Kopp
© Ralf Kopp

Michael Kibler, wurde 1963 in Heilbronn geboren und ist Darmstädter aus Leidenschaft. Er studierte an der Johann Wolfgang Goethe Universität in der nördlich gelegenen Mainmetropole Frankfurt, im Hauptfach Germanistik mit den Nebenfächern Filmwissenschaft und Psychologie. Nach dem Magister 1991 promovierte er 1998, unterstützt durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Bonn. Schreiben ist Passion seit mehr als der Hälfte seines Lebens. Weshalb er seit 1991 als Texter, Schriftsteller und PR-Profi arbeitet – seit 2002 freiberuflich. Schwerpunkt des Schriftstellers sind Krimis. Deshalb ist er Mitglied des Syndikats – der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Er schreibt nicht nur im Stillen, sondern schätzt den Kontakt zum Publikum. Deshalb bietet er in seinem Programm “Kibler live” Lesungen, Stadtführungen durch Darmstadt, Krimispaziergänge oder auch Schreib-Workshops an. Als Texter ist es seine besondere Stärke, komplizierte Dinge einfach und klar darzustellen. „Aber in Darmstadt und bei Hesgart und Horndeich fühle ich mich zuhause“, meint Kibler und spricht damit aus was seine Fans sicher gerne hören.

Michael Kibler liest am 11. März 2016: Zum Event

Totensee

Michael Kiblers neuer Krimi spielt wieder voll und ganz in Darmstadt und verspricht ein Wiedersehen mit guten Bekannten: Horndeich und Hesgart klären einen schön schaurigen Fall mit viel Lokalkolorit auf.
Ein alter Mercedes mit zwei Leichen wird aus der Grube Prinz von Hessen gezogen – bei den Toten handelt es sich um ein junges Paar, das seit den Achtzigerjahren vermisst wird. Zum achten Mal haben es Margot Hesgart und ihr Kollege Steffen Horndeich mit einem verzwickten Fall zu tun. Es gibt nur wenige Spuren, dafür aber viele offene Fragen. Wer sind die Toten, Opfer oder auch Täter? Was haben sie mit der RAF zu tun? Als in einem Zivilschutzbunker eine weitere Leiche gefunden wird, ist erst kein Zusammenhang erkennbar, bis Horndeich eine sehr interessante Entdeckung macht.
Kiblers Krimi ist wie eine aufregende Stadtrundfahrt, es macht Spaß, den Kommissaren bei ihrer Spurensuche durch Darmstadt zu folgen – das liest sich weg wie nichts.

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Joe Fischler

Joe Fischler © Watzek-Photografie
© Watzek-Photografie

Joe Fischler wurde 1975 in Innsbruck geboren und lebt in Tirol. Nach Jurastudium und Bankberuf machte er sich 2007 selbstständig und fasste 2014 den Entschluss, sich voll auf seine Bücher zu konzentrieren. „Veilchens Winter“ ist der erste seiner Veilchen-Krimis und erscheint im Haymon Verlag. Der Autor mag Figuren mit Tiefgang, spritzige Dialoge, realistische, zufallsfreie Ermittlungsarbeit und Spannung, die sich knapp vor der Unerträglichkeit im großen Finale auflöst. Neben dem Schreiben ist die Musik seine zweite große Leidenschaft, und so kann es vorkommen, dass er während seiner Lesungen auch mal in die Saiten greift. Abschalten kann er in der Natur: Beim „Mountain Walking“, einer Mischung aus Nordic Walking und Berggehen mit Stöcken, fliegen ihm die besten Ideen zu. Die verlorenen Kalorien gleicht er am liebsten mit gutem Essen und Rotwein aus, gefolgt vom geliebten Kaiserschmarrn, was ihn mit Stollwerk aus den Veilchen-Krimis verbindet.

Joe Fischler liest am 11. März 2016: Zum Event

Veilchens Feuer

Valerie Mauser, Veilchen, bekommt einen neuen Fall, und das obwohl sie es sich gerade mit ihrem Kollegen Stollwerk, bei einem Seminar gut gehen läßt. Ihr Chef, Oberst Berger, braucht sie sofort, denn der Innsbrucker Sänger, Wolf Rock, wird bedroht. Er bekommt Polizeischutz, doch diese zweifelt an der Echtheit der Drohung, die durch Briefe geäußert wurde. Rock hat vor eine paar Jahren solche Briefe erfunden um seine Plattenverkäufe anzukurbeln. Ein weiterer Brief kommt an, in diesem wird gedroht, dass Wolf sich für eine Schandtat, die 1976 passiert ist und die er zu verantworten hat, büßen soll. Rock sagt er erinnere sich nicht, was die Ermittlungen nicht gerade erleichtert.
Wer sinnt da auf Rache? Und kann Veilchen diesen Fall rechtzeitig lösen?
Dieser zweite Fall von Veilchen, ist komplex, spannend und mit einem überraschenden Ende erzählt. . Der Autor schafft mit seinem klaren, direkten Schreibstil eine tolle Atmosphäre, die einen miträtseln läßt ohne, dass zu viel oder zu wenig beschrieben ist.
Die Charaktere sind klar gezeichnet, gut beschrieben und sympathisch. Veilchen ist eine tolle, intelligente Frau mit einer, für Ermittlerinnen mal untypischen Optik. Blonde Afrolocken. Ihr zur Seite seht Manfred Stollwerk und der ist so etwas wie ihr bester Freund. Dieses Ermittlerteam macht Spass und sorgt für lustige Momente in diesem Krimi.

17. September 2017