//  Die Autoren 2015  //


Michael Kibler

1963 in Heilbronn geboren und ist Darmstädter und Martinviertler aus Leidenschaft. Er studierte an der Johann Wolfgang Goethe Universität in der nördlich gelegenen Mainmetropole Frankfurt, im Hauptfach Germanistik mit den Nebenfächern Filmwissenschaft und Psychologie. Nach dem Magister 1991 promovierte er 1998, unterstützt durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Bonn. Schreiben ist Passion seit mehr als der Hälfte seines Lebens. Weshalb er seit 1991 als Texter, Schriftsteller und PR-Profi arbeitet – seit 2002 freiberuflich. Schwerpunkt des Schriftstellers sind Krimis. Deshalb ist er Mitglied des Syndikats – der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Er schreibt nicht nur im Stillen, sondern schätzt den Kontakt zum Publikum. Deshalb bietet er in seinem Programm “Kibler live” Lesungen, Stadtführungen durch Darmstadt, Krimispaziergänge oder auch Schreib-Workshops an. Als Texter ist es seine besondere Stärke, komplizierte Dinge einfach und klar darzustellen. Mit Sterbenszeit erschien 2014 sein insgesamt 8. Kriminalroman, sein erster Krimi in dem BKA-Hauptkommissar Lorenz Rasper ermittelt.

Michael Kiebler liest am 16. März 2015: Zum Event

Kibler © Ralf Kopp
© Ralf Kopp

Sterbenszeit

Nach dem Mord an einem Neugeborenen ermitteln Kommissarin Ricarda Zöller und ihr Team von der SoKo Mainz unter Hochdruck. Dann stellt sich heraus: Vor eineinhalb Jahren wurde in Heidelberg ein Mann mit derselben Waffe getötet, durch die auch das Baby starb. Der Verdächtige musste damals jedoch mangels Beweisen freigesprochen werden. Hat der Täter erneut zugeschlagen? Aber welches Motiv sollte dahinterstecken? Hauptkommissar Lorenz Rasper und seiner Abteilung Bundesweite Serientaten vom BKA Wiesbaden kommt Ricardas Bitte um Unterstützung gelegen: Vor eineinhalb Jahren gegründet, müssen sie endlich Erfolge vorweisen. Kaum hat Rasper mit Ricarda die Ermittlungen aufgenommen, werden sie schon zum nächsten Tatort gerufen: Die Mutter des ermordeten Babys wurde erschossen, ebenfalls mit derselben Waffe. Zunächst führen die Ermittlungen nur in Sackgassen, doch dann zeigt sich, dass die Mordserie weit größere Dimensionen hat als zunächst angenommen …

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Christian Gude

1965 in Rheine/Westfalen geboren. Er studierte Geografie in Mainz und lebt heute mit seiner Frau und seinem Sohn in Darmstadt, im Stadtteil Bessungen. Für ein international operierendes Consulting-Unternehmen arbeitet er als Marketingexperte. Seit 2007 schreibt Gude Kriminalromane, in deren Mittelpunkt der Darmstädter Kriminalhauptkommissar Karl Rünz steht. Im fünften Band nun ermittelt der kauzige Misanthrop auf eigene Rechnung – als Privatdetektiv. Die Rünz-Fälle sind anders – sie verbinden präzise Recherche mit satirischem Sprachwitz, Gesellschaftskritik mit absurder Situationskomik und faszinierenden wissenschaftlichen Detailreichtum mit pointierten Dialogen. Bei Christian Gude scheint immer eine Kamera im Kopf eingeschaltet zu sein, die seine – sorgfältig ausgewählten – Schauplätze mit allen Einzelheiten festhält. Der Leser nimmt sie fast immer wie im Film wahr. Aus rein strategischen Gründen hat sich der Autor für das Schreiben von Regionalkrimis entschieden, ein Genre, das ihn nie besonders interessierte. Dabei sah er die besten Chancen auf Veröffentlichung seiner Bücher. Im Juli 2012 erschien mit Kammerspiel sein bislang letzter von 5 Kriminalromanen.

Christian Gude liest am 16. März 2015: Zum Event

Gude © Gmeiner Verlag© Gmeiner-Verlag

Kammerspiel

Kriminalhauptkommissar Karl Rünz a. D. als Privatdetektiv mit einem Klienten in seiner Detektei – mehr braucht Christian Gude nicht, um alle Regeln des Genres gegen den Strich zu bürsten und zielsicher die üblichen Erwartungen an leicht verdauliche Krimikost zu unterlaufen. Bei diesem minimalistischen Kabinettstück kann man sich nur auf eins verlassen: Dass man sich auf nichts verlassen kann. Das Urteil im Namen des Volkes: Unterhaltsamer und intelligenter kann man seine Leser nicht verunsichern.

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Christian von Ditfurth

ist 1953 in Würzburg als Sohn des Journalisten, Arztes und Fernsehmoderators Hoimar von Ditfurth geboren. Er ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin Kreuzberg. Mit zahlreichen Publikationen hat er Aspekte der deutschen Zeitgeschichte analysiert. Als Journalist publizierte Ditfurth unter anderem Artikel im Spiegel. Nach der Veröffentlichung einer Reihe von Sachbüchern tritt er seit 1999 auch als Autor von Kriminal- und Alternativweltromanen in Erscheinung. Seine Vorliebe für Rockmusik der 1970er hinterließ in seinen Büchern ebenso viele Spuren wie sein Lokalpatriotismus. In seinem ersten Kreuzberg-Roman, dem Dornröschen-Projekt, sind alle Kapitelüberschriften Songtitel von The Who. Der Stellenwert der Menschenrechte in seiner Weltanschauung zeigt sich unter anderem in seiner Mitgliedschaft bei Amnesty international. Auf die Frage, was ihm selbst das Lesen bedeutet, sagt Christian von Ditfurth: „Würde ich nicht lesen, könnte ich nicht schreiben. In Büchern steckt der größere Teil der Welt.“

Christian von Ditfurth liest am 17. März 2015: Zum Event

VDitfurt © C. von Ditfurt
© C. von Ditfurt

Heldenfabrik

Start der neuen Thriller-Serie mit Hauptkommissar Eugen de Bodt.
Die Täter hinterlassen nichts außer den Kugeln ihrer Maschinenpistolen in den Leichen ihrer Opfer. Und einem Gedicht über den Tod. Nach dem Mordanschlag auf den Vorstand eines Berliner Chemiekonzerns zieht ein vegetarischer Killer eine Blutspur durch das Land. Hauptkommissar Eugen de Bodt steht vor einem unlösbaren Fall. So scheint es jedenfalls, zumal ihm seine Vorgesetzten und geheimnisvolle Feinde von Anfang an Knüppel zwischen die Beine werfen. Verlassen kann er sich nur auf seine Mitarbeiter: Silvia Salinger, die ihn stärker anzieht, als es seiner Ehe gut tut, und Ali Yussuf, den blonden Türken, der unter der Zappelphilippkrankheit ADHS leidet. Mit einer coolen Mischung aus amerikanischer Härte und französischem Esprit schuf Bestsellerautor Christian v. Ditfurth einen atemlosen Thriller. Heldenfabrik ist der erste Band einer Reihe um die Fälle des Berliner Hauptkommissars Eugen de Bodt, der jeden Morgen den Tag verflucht, an dem er beschloss, Polizist zu werden.

vditfurth_heldenfabrik


Ivo Pala

geboren 1966 in Oestrich-Winkel, ist neben seiner Tätigkeit als Romanschriftsteller seit fast zwanzig Jahren auch erfolgreicher Drehbuchautor und Dramaturg für Action- und Krimiserien und abendfüllende Spielfilme. Seine besonderen Steckenpferde sind Historie, Science-Thriller, Horror und Fantasy. Er lebt zurzeit in Berlin. Schriftsteller zu sein ist einer seiner Kindheitsträume – neben einigen anderen. Er wollte auch mal Archäologe werden und Chemiker und Architekt und auch Koch. Der Schriftsteller ist da fast schon die logische Konsequenz, weil man dabei forschen kann und strukturieren und planen, aber eben auch kreativ sein darf und Dinge entwickeln, die anderen Menschen im übertragenen Sinn „schmecken“.

Ivo Pala liest am 17. März 2015: Zum Event

autor_pala© Maiko Kerner

H2O

Der Bayrische Wald wird von einem terroristischen Anschlag unerwarteten Ausmaßes getroffen. Ein Trinkwasserreservoir wird mit Atommüll verseucht – das Trinkwasser einer riesigen Fläche ist ungenießbar und hat schon zu mehreren grausamen Todesfällen geführt. Auch die Natur und das Grundwasser werden von der Attacke beeinflusst, das gesamte Gebiet wird für eine Vielzahl an Jahren unbewohnbar bleiben. Die Bevölkerung gerät in Panik, denn weitere Anschläge sind bereits angekündigt, und niemand ist in der Lage, sämtliche Wasservorräte der Republik zu bewachen. Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen, den Ursprung des Giftmülls zu finden und so die Terroristen aufzuspüren. Da stellen diese eine aberwitzige Forderung.

H2ODas Sterben beginnt von Ivo Pala


Roland Spranger

1963 geboren ist Vater von 3 Kindern und lebt in Hof. Er ist Mitarbeiter in diversen Freien Theatergruppen – als Regisseur, Autor und Schauspieler. Er ist Betreuer in Wohneinrichtungen für psychisch Kranke und geistig Behinderte. Mitinitiator verschiedener Live-Literatur-Projekte. Veröffentlichungen in zahlreichen Literaturzeitschriften und Prosapublikationen. 1994 lobende Erwähnung bei der Vergabe des Dramatikerpreises des Bundes der Theatergemeinden e.V. wegen „besonderer Qualität“. 1998 Einladung zu den Autorentheatertagen am Staatstheater Hannover. Seine Stücke Tiefseefische, Tsunami und Pinguine sind an diversen professionellen Theatern gespielt worden. Mitglied im Verband der Schriftsteller, Bayern. Seit 2010 Moderator des Hofer Poetry Slam. Für seinen Thriller Kriegsgebiete wurde Roland Spranger mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2013 in der Sparte Roman ausgezeichnet.

Roland Spranger liest am 18. März 2015: Zum Event

Spranger © COPYRIGHT© R. Spranger

Kriegsgebiete

Daniel gerät während seines Afghanistan-Einsatzes in einen Hinterhalt. Einige der Soldaten, für die er als Hauptfeldwebel verantwortlich ist, sterben. Wieder zu Hause leidet er an einer posttraumatischen Belastungsstörung, an der auch seine Ehe zerbricht. Seitdem kampiert er im Garten, dort verbringt er seine Tage und Nächte auf einer Ledercouch vor einem kaputten Fernseher. Da entdeckt er während eines Geländelaufs eine Tote im Teich. Wegen seines Zustands verdächtigt ihn die Polizei sofort, der Täter zu sein. Unterbrochen wird sein eintöniges Dasein nur von einem harten Trainingsprogramm, das er sich selbst auferlegt hat, Besuchen beim Psychotherapeuten und betreuten Treffen mit seiner Tochter Lea. Daniel beginnt, in dem Mordfall zu recherchieren, macht sich damit aber nur noch verdächtiger. Gleichzeitig häufen sich Hinweise darauf, dass er beobachtet und verfolgt wird. Er wittert eine Verschwörung oder einen versteckten Angriff der Taliban. Oder spielt ihm seine Psyche einen bösartigen Streich? Und dann geschieht erneut ein brutaler Mord, neben der Leiche liegt Daniels Kampfmesser, das zuvor auf unerklärliche Weise verschwunden war. Ist er ein schizophrener Killer, der sich an seine Taten nicht mehr erinnern kann?

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Judith W. Taschler

geboren 1970 in Linz, Oberösterreich. Mit sechs Geschwistern, vielen Tieren und einer Menge Büchern in einem großen, gelben Haus mit dem Namen Neumühle in Putzleinsdorf, Mühlviertel, aufgewachsen. Besuch der Höheren Bundeslehranstalt Auhof in Linz. Auslandsaufenthalt in den USA. Verschiedene Jobs als Sekretärin, Horterzieherin, Autoverkäuferin. Studium der Germanistik und Geschichte in Innsbruck. Unterrichtete einige Jahre als Deutschlehrerin. Lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Innsbruck und ist seit 2012 freischaffende Autorin. Der Debütroman Sommer wie Winter erschien im Februar 2011. Der zweite Roman Die Deutschlehrerin erschien im Februar 2013. Dafür erhielt die Autorin im Mai 2014 den Friedrich-Glauser-Preis.

Judith W. Taschler liest am 18. März 2015: Zum Event

Taschler © COPYRIGHT© J. W. Taschler

Die Deutschlehrerin

Ein Roman wie ein Kriminalfilm. Ein fesselndes Spiel um Liebe, Rache und Schuld. Mathildas große Liebe, Xaver, hat sie verlassen. Eines Tages, einfach so, hat er alle seine Sachen gepackt und ist grußlos verschwunden. Mathilda erleidet einen Nervenzusammenbruch und erholt sich nur langsam, da das Rätsel um Xavers Motive sie nicht loslässt. Da taucht Xaver, inzwischen gefeierter Jugendbuchautor, plötzlich wieder auf, und die beiden rekapitulieren sowohl ihre Beziehung als auch deren Ende. Die Geburt von Xavers Sohn nur wenige Monate nach der Trennung, dessen Entführung und der nicht geklärte Verbleib des Jungen wird zum Angelpunkt der Begegnung der einstmals Liebenden. Dabei scheint Mathilda eigentlich nach über sechzehn Jahren nun ihren Platz im Leben gefunden zu haben: Sie ist Deutschlehrerin in einer anderen Stadt, beliebt bei ihren Schülern, sie hat Freundinnen und ein eigenes Leben. Immer weiter spinnen sie ihre Vorstellungen, Ängste und Fantasien, bis am Ende keiner mehr vom anderen weiß, ob er die Wahrheit sagt: Hat Mathilda Xavers Sohn entführt? Hat Xaver mehr mit dem Verschwinden seines Sohnes zu tun, als er zugibt? Ein vielschichtiger Psychothriller, raffiniert, irritierend und bis zum letzten Moment fesselnd.

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Uwe Klausner

Jahrgang 1956, geboren und aufgewachsen in Heidelberg, hat in Mannheim und Heidelberg Geschichte und Anglistik studiert und lebt heute mit seiner Familie in Bad Mergentheim. Neben seiner Tätigkeit als Autor historischer Kriminalromane hat er bereits mehrere Theaterstücke verfasst. Im Alltagsleben unterrichtet Uwe Klausner als Gymnasiallehrer in Weikersheim Geschichte – am Feierabend und in den Ferien begibt er sich als Autor historischer Kriminalromane auf Historienreisen. Nachdem in Main- und Tauberfranken Klosterbruder Hilpert und Berengar von Gamburg, Vogt des Grafen von Wertheim, ermitteln, geht die Berlin-Reihe um Kommissar Sydow jetzt weiter.

Uwe Klausner liest am 19. März 2015: Zum Event

autor_klausner© Inge Braune

Walküre – Alarm

Tom Sydows siebter Fall. Berlin, 15. August 1966. In der Gedenkstätte Plötzensee wird der Leichnam eines erhängten Mannes entdeckt. Kurz darauf ereignet sich der nächste Mord. Wieder handelt es sich beim Opfer um ein ehemaliges Mitglied des Volksgerichtshofes, wieder wird die Abschrift eines Todesurteils gefunden. Kommissar Tom Sydow steht vor einem Rätsel. Hat der Serienmörder es auf sämtliche Mitglieder des Tribunals aus dem Jahr 1944 abgesehen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … Die Schatten des 20. Juli 1944 begegnen den Akteuren des Kriminalromans. Am 8. August 1944 stellte Adolf Hitler in einem heimlich gefilmten Schauprozess die Unterstützer des Attentats vom 20. Juli 1944 vor Gericht. Der unter dem Codewort „Operation Walküre“ bekannte Tötungsversuch am Diktator gilt noch heute als einer der historisch bedeutsamsten Akte des Widerstands. Zum 70. Jahrestag des Attentats erscheint der neue zeitgeschichtliche Kriminalroman Walküre-Alarm. 22 Jahre nach dem Tribunal gegen die Verschwörer fallen nun die Mitglieder des Volksgerichtshofs einem Serienmörder zum Opfer. Der siebte Fall für Kommissar Tom Sydow gleicht einer Hetzjagd, die alles von ihm abverlangt!

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Volker Kutscher

geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Köln. Mit dem Roman Der nasse Fisch, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der 30er-Jahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller. Schon während des Studiums sind viele Freunde von ihm in die damals noch geteilte Stadt Berlin gezogen. Kutscher hat das schamlos ausgenutzt und sie immerzu besucht. Die Stadt sei deshalb so etwas wie seine zweite Heimat. Und schon immer bei seinen Besuchen habe ihn fasziniert, was von der historischen Stadt noch alles zu sehen sei, wie sie Geschichte atme. So kam er auf die Idee zu den Krimis im Berlin der Vorkriegsjahre. Und wundert sich noch heute, warum niemand anderer darauf kam.

Volker Kutscher liest am 19. März 2015: Zum Event

autor_kutscher© Monika Sandel

Märzgefallene

Soldatenmorde im Schatten des Reichstagsbrandes. Gereon Rath ermittelt hart am Rande der Legalität. Rosenmontag 1933: Gereon Rath feiert Karneval in Köln, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem heftigen Kater, der falschen Frau im Bett und einem Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre! Seinen neuen Fall aber erbt Gereon Rath von seinem ungeliebten Vorgesetzten Wilhelm Böhm, der sich unter dem neuen Nazi-Polizeipräsidenten ins politische Abseits manövriert hat: Ein Obdachloser ist erstochen am Nollendorfplatz gefunden worden. Dessen Vorgeschichte führt weit zurück in den Krieg, in den März 1917, als deutsche Soldaten während der »Operation Alberich« in Nordfrankreich verbrannte Erde hinterließen. Ungesühnte Morde, unterschlagene Goldbarren einer französischen Bank und ein in eine perfide Sprengfalle geratener Hauptmann münden sechzehn Jahre später in eine Mordserie. Der Schlüssel zu all dem scheint der kurz vor der Veröffentlichung stehende Kriegsroman des Leutnants a.D. Achim Graf von Roddeck zu sein. Rath ermittelt, doch immer wieder funken ihm andere Dinge dazwischen.

kutscher_maerzgefallene


Sabina Altermatt

1966 ist in Chur geboren und aufgewachsen. Sie studierte Staatswissenschaften an der Hochschule St. Gallen. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Zürich und im Glarnerland, wohin sie sich zurückzieht, wenn sie Zeit zum Schreiben braucht. Sie schreibt Kolumnen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Kinderbücher sowie (Kriminal-)Romane. Sie war Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen. Es folgten Engagements als Projektleiterin im Marketing- und Internetbereich. 2000 machte sie sich als Kommunikationsberaterin selbständig. Seither ist sie Inhaberin der wortfabrik – Agentur für Kommunikation. Ende 2013 erschien ihr neuster Krimi Bergwasser. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.

Sabina Altermatt liest am 20. März 2015: Zum Event

Altermatt © COPYRIGHT© Peter Knup

Bergwasser

Die Schweizer und ihre Alpentunnel waren schon immer literarischer Anlass für allerlei Symbolismus – und jetzt kommt Sabina Altermatt und verwandelt eine surreale unterirdische Landschaft aus Minen, Stollen und Schächten und allerlei (unter-)grabendem und bohrendem Gerät in den Schauplatz eines realistischen, faszinierenden und vielschichtigen Thrillers. Die Ingenieurin Julia Jansen soll in den Schweizer Alpen Reparaturen an einer Tunnelbohrmaschine vornehmen. Als einzige Frau muss sie sich dabei nicht nur in einem von Männern dominierten Umfeld behaupten, sondern wird zudem zur Zielscheibe mysteriöser Gefahren, die im Berg lauern: Bei Julias Ankunft hat das Projekt bereits einen Maschinenführer das Leben gekostet. Und was zunächst aussieht wie ein Unfall, ist erst der Anfang: Der Berg scheint sich gegen seine Angreifer zu wehren …

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Sunil Mann

wurde 1972 als Sohn indischer Einwanderer in Zweisimmen BE geboren. Seine Mutter war Krankenschwester. Die Jugend verbrachte er in Spiez, das Gymnasium besuchte er in Interlaken. Nach dem Militärdienst als Spitalsoldat, verpennte er die Anmeldung fürs Psychologiestudium an der Universität Bern. Mit Schreiben begann er bereits am Gymi. Er hatte schon damals Ideen für Romane, kam aber nie über Seite 10 hinaus. Den Durchbruch schaffte er 2010 mit Fangschuss. Sein fast klischeehafte Studentenleben in Zürich sah so aus: etwas Psychologie, etwas Germanistik, eine WG im Bauernhaus in Regensdorf und dann das übliche Wohnungs- und Couchsurfen in den Kreisen 4 und 5. Zu einem Abschluss brachte es Mann doch noch: an der Hotelfachschule Belvoirpark. Er ist heute hinter Petra Ivanov der wohl zweiterfolgreichste Zürcher Krimiautor.

Sunil Mann liest am 20. März 2015: Zum Event

Mann © COPYRIGHT© Eke Miedaner

Faustrecht

Dass sich ein ausländerfeindlicher Klient ausgerechnet an Vijay Kumar wendet, hätte sich der Privatdetektiv nicht träumen lassen. Mit seiner vereinnahmenden indischen Mutter und seit Neuestem auch noch seiner Schwiegermutter in spe, die ihn permanent auf das Thema Hochzeit ansprechen, fühlt sich Vijay nicht gerade als Vorzeigeschweizer. Doch für Adrian Bühler ist ein Inder noch das kleinere Übel im Vergleich zu einem Deutschen. Als Jasmins syrischer Liebhaber erschossen aufgefunden wird, verschwindet Adrian Bühler. Ihn quält die Frage, ob seine Frau ihn mit einem Deutschen betrügt. Bei seiner Observation knipst Vijay ein paar Fotos von Bühlers Ehefrau Jasmin in eindeutiger Situation mit einem orientalisch aussehenden Mann. Seinem Auftraggeber gegenüber verschweigt er diese Entdeckung, um seine Wut nicht weiter zu schüren. Vijay fühlt sich verantwortlich und macht die Suche nach Bühler zu seiner persönlichen Angelegenheit. Er bekommt es mit rechtspopulistischen Politikern, für die der Tod des Syrers ein gefundenes Fressen ist, und einer wiedererweckten Geheimorganisation zu tun …

mann_faustrecht

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17. September 2017